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Fachtagung Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung
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Projektgruppe Schuldnerberatung/Insolvenz

Jeder hat sie, keiner will sie...

6,5 Millionen Deutsche sind überschuldet, zahlungsunfähig! Das sind 9,5 % der bundesdeutschen Gesamtbevölkerung. Auffallend dabei der hohe Anteil von weiblichen Schuldnern und der in der Altersgruppe der 40-49 jährigen, oftmals resultierend aus Krankheit, Scheidung, Arbeitslosigkeit. Die Folgen: Mahn- und Vollstreckungsbescheide, Pfändungen, Gerichtsvollzieher. Zeit, eine geeignete Schuldnerberatung aufzusuchen und sich Rat zu holen.

Der erste Schritt

Die Überwindung der Hemmschwelle, eine Beratungsstelle aufzusuchen, ist für dieses Klientel der wichtigste Schritt raus aus der bisherigen Passivität und Vogel Strauß-Haltung, das Eingeständnis, allein nicht weiter zu kommen, professionelle Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen. Die erforderliche Motivation ist allein schon aus dem vorhandenen Leidensdruck (Pfändungen, Mahnungen, Vollstreckungen)  dieses Personenkreises ausgeprägt vorhanden.

Wege aus der Krise

Bestandsaufnahme aller Verbindlichkeiten und Gläubiger mit dem Ziel, eine dem Schuldner und dem Gläubiger angemessene Schuldenregulierung zu erreichen, einen außergerichtlichen Vergleich zu erzielen. Parallel hierzu ist natürlich immer eine vernünftige Haushaltsplanung gemeinsam mit dem Schuldner zu erarbeiten.

Oftmals ist aber ein Insolvenzverfahren nicht vermeidbar, allerdings auch oft sinnvoll. Mit Offenlegung der Vermögensverhältnisse und der Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung erklärt der Schuldner seine Zahlungsunfähigkeit. Das anschließende Insolvenzverfahren mit 6-jähriger Wohlverhaltensphase und anschließender Restschuldbefreiung eröffnet dem Schuldner den Weg aus der finanziellen Krise und einer neuen Chance und Lebensperspektive.

Kompetenz der Beratung

Gemeinsam mit Sozialarbeiter und Rechtsanwälten bietet die Projektgruppe eine seit Jahren umfassende Beratung bis hin zum möglichen Insolvenzverfahren an.

Zur Kostenfrage: Unsere Klientel besteht überwiegend aus Alg II-/Hartz IV- Empfänger und sind somit anspruchsberechtigt auf staatliche Hilfe in Form eines Beratungshilfescheins, zur Abrechnung der anwaltlichen Kosten. Zusätzliche Kosten werden nicht erhoben.

Beratungstermine im Generationenhaus Heslach:
Donnerstags von 08.00-11.00 Uhr und samstags von 08.00-11.00 Uhr im Gebrüder Schmid Zentrum, Initiativenbüro im Erdgeschoss.

Anmeldung ist erforderlich!

Kontakt

Mütter- und Familienzentrum Süd e.V.                                 
Generationenhaus Heslach
Gebrüder-Schmid-Weg 13

Ansprechpartner: Eckhard Ott
Tel.: 0711 91434340
Mobil: 0160 5075881
E-Mail: E.Ott.Stgt@web.de